Übersetzer übertragen schriftlich in die Zielsprache.
Die Vorstellung von einem Menschen, der nickelbebrillt hinter einem Stapel Wörterbüchern kauert und an einem Federkiel knabbernd über der Übersetzung brütet, ist längst Vergangenheit.
Im Zeitalter des Computers befasst sich der Übersetzer neben seiner Haupttätigkeit auch mit der Entwicklung neuer Software und Hardware und arbeitet sich immer wieder in neue Programme etc. ein.
Angesichts des rasanten Fortschritts in allen Bereichen der Forschung, der Technik und der Wirtschaft bildet sich der professionelle Übersetzer heutzutage immer weiter fort, um mit der Entwicklung Schritt zu halten, denn die genaue Sachkenntnis der einschlägigen Fachterminologie ist unerlässlich. Im Grunde könnte man ihn auch als Allround-Menschen oder „Hans Dampf in allen Gassen“ bezeichnen. Ein hochqualifizierter Übersetzer muss vieles mitbringen, vor allen Dingen große Sach- und Fachkenntnis, Feingefühl für die Sprache, höchste Sprachfertigkeit und übersetzerische Kompetenz, Einfühlungsvermögen, Diplomatie, Taktgefühl, Diskretion (Übersetzer und Dolmetscher unterliegen der Schweigepflicht). Seine Übersetzungen müssen sich lesen wie der Originaltext des Autors, ob es sich um eine technische Dokumentation, einen juristischen Text, ein Fachbuch oder belletristische Literatur handelt, oder um einen Geschäftsbericht, der demnächst veröffentlicht werden soll. Das bedeutet höchste sprachliche, fachliche und menschliche Anforderungen an den Übersetzer und seine geistig-individuellen Leistungen einerseits, andererseits aber auch eine immerwährende Herausforderung, die unseren Beruf so interessant und abwechslungsreich macht.
Dolmetscher geben mündliche Ausführungen in der Zielsprache mündlich wieder.
Hier unterscheidet man verschiedene Formen:
Simultandolmetschen: Die fast gleichzeitige (simultane) Wiedergabe des Vorgetragenen in die andere Sprache über eine technische Anlage. Die Dolmetscher arbeiten hier meist im Team.
Konferenzdolmetschen: Bei Kongressen, Konferenzen und sonstigen Veranstaltungen. Hier erfolgt das Dolmetschen konsekutiv (zeitversetzt) oder simultan, je nach Art der Veranstaltung. Beim konsekutiven Dolmetschen macht sich der Dolmetscher, falls nötig, während des Vortrags mit Hilfe einer speziellen Notizentechnik Aufzeichnungen und dolmetscht erst nachdem der Redner einen Redeabschnitt oder die gesamte Rede beendet hat. Das bedeutet für den Dolmetscher eine große Konzentrations- und Gedächtnisleistung.
Gerichtsdolmetschen: Gerichtsdolmetscher arbeiten im Rahmen der Rechtspflege und Verwaltung für Gerichte und Behörden. Hier ist eine allgemeine Beeidigung des Dolmetschers durch das Landgericht seines Wohnsitzes erforderlich.
Flüsterdolmetschen: Ist ein Sonderfall, erfolgt simultan ohne Anlage für höchstens 2 Personen.
Verhandlungs- oder Gesprächsdolmetschen: Erfolgt für einen kleinen Teilnehmerkreis im Geschäftsverkehr.